Babel beim Buschdoktor
Genau, im Norden, bei 40° im Schatten und übelster Luftfeuchtigkeit fängt sich der Babel (mal wieder) ne dicke Lungenentzündung ein. Dank den Klimaanlagen! Nach einer der schlimmsten Nächte im Litchfield Nationalpark, in der ich alle meine Ibuprofen+Codein und Paracetamol Vorräte aufbrauchte, brachten mich die beiden aus Amerika stammenden Mitreisenden also zum “Hospital”.
Es herrschte eine fröhliche und angenehme stille Athmoshäre, welche ich allerdings nicht recht genießen konnte. Der aboriginal Doktor empfing mich sofort und fragte nur nach meinem Vornahmen. Es schien als würde er nicht viele Patienten zu Gesicht zu bekommen und war sehr erfreut mich zu sehen. Während er mir viele Fragen von seinem alten Röhrenmonitor ablas und meine Antworten mit großzügigen Rechtschreibfehlern in das Access-95-Datenbankprogramm tipperte sehnte sich mein Inneres einfach nur nach Antibiotika.
Als ich dachte ich müsste mich mit einem Eucaliptus-Tee zufrieden geben brachte der gute Mann zwei großzügige Packungen Tabletten an den Tisch. “This is enough for the next 2 or 3 times, dont use all right now“. Ich habe also jetzt immernoch (ca 2 Monate später) Antibiotika in meinem Notfalltäschchen. Außerdem musste ich nichts bezahlen, nichts für die Untersuchung und nichts für die Medikamente. Ich sagte nur meinen Vornahmen…
Zum Abschied winkte der nette Herr mir noch nach und wünschte einen G’Day. Ich frage mich bis heute ob das wirklich ein Doktor war.










